2026-08-12 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Historische Gebäude mit Giebeln in einer deutschen Stadt bei strahlend blauem Himmel.

Münster: Wo bald 34 neue Wohnungen entstehen

Ein langgestrecktes Relikt der britischen Kaserne im Oxford-Quartier erhält eine neue Nutzung: Die denkmalgeschützte ehemalige Mannschaftsküche soll in ein Wohngebäude mit 26 Wohnungen umgebaut werden. Auf dem Grundstück ist zudem ein Neubau mit acht weiteren Wohnungen vorgesehen. Damit entstehen in Gievenbeck insgesamt 34 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

Das Münsteraner Familienunternehmen Kuhr hat den Kaufvertrag mit der städtischen Tochtergesellschaft KonvOY am 3. August 2026 unterzeichnet. Nach Angaben der Stadt Münster soll der Bauantrag noch in diesem Jahr eingereicht werden. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

Von der Redaktion Vielohrsophen.de, veröffentlicht am 11. August 2026. Grundlage ist eine Mitteilung der Stadt Münster vom selben Tag.

26 Wohnungen hinter der historischen Fassade

Im Bestandsgebäude reicht das geplante Spektrum von Apartments mit rund 20 Quadratmetern bis zu Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern. Die ehemalige Mannschaftsküche wird dafür energetisch saniert und im Inneren neu aufgeteilt.

Der Umbau erfolgt unter den Vorgaben des Denkmalschutzes und in enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalpflege. Auf diese Weise bleibt das Gebäude als Teil der früheren britischen Kaserne erkennbar, während hinter seiner historischen Hülle zeitgemäßer Wohnraum entsteht. Auch der vorhandene Baumbestand auf dem Grundstück soll vollständig erhalten bleiben.

Münster: Wo bald 34 neue Wohnungen entstehen

Das Projekt fügt sich in die schrittweise Umnutzung größerer Bestandsbauten im Oxford-Quartier ein. Nach dem sanierten Torhaus, dem OxCamp und den Wohnhöfen im nördlichen Quartiersbereich ist die Mannschaftsküche das vierte größere Gebäude, für das eine neue Nutzung feststeht.

Neubau ergänzt das Denkmal um acht Wohnungen

Neben dem sanierten Altbau plant das Familienunternehmen Kuhr einen Neubau mit acht Wohnungen. Diese sollen jeweils zwischen 51 und 70 Quadratmeter groß sein und einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Für das neue Gebäude sind außerdem ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Altbau und Neubau bedienen damit unterschiedliche Wohnungsgrößen: Während das Denkmal sowohl sehr kleine Apartments als auch Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern aufnehmen soll, konzentriert sich der ergänzende Bau auf mittlere Grundrisse.

Terrasse und 63 Fahrradplätze für die Bewohner

Zur gemeinschaftlichen Ausstattung gehört eine Terrasse für die Bewohnerinnen und Bewohner. An der Gumprichstraße soll eine Sandsteinmauer den Außenbereich begrenzen und damit als prägendes bauliches Element bestehen bleiben.

Münster: Wo bald 34 neue Wohnungen entstehen

Im Keller sind 50 Abstellplätze für gewöhnliche Fahrräder und weitere 13 Plätze für Lastenräder geplant. Hinzu kommen private Abstellräume. Diese Einrichtungen werden direkt in das Nutzungskonzept des Bestandsgebäudes integriert und müssen nicht in einem separaten Nebengebäude untergebracht werden.

Bauantrag noch 2026, Fertigstellung für 2028 geplant

Mit der Vertragsunterzeichnung ist der Eigentümerwechsel vorbereitet, gebaut werden kann jedoch erst nach den weiteren Planungs- und Genehmigungsschritten. Als nächster bestätigter Termin gilt die Einreichung des Bauantrags bis Ende 2026. Die Abstimmung mit der Denkmalpflege begleitet die weitere Ausarbeitung des Umbaus.

Kuhr ist nach Angaben der Stadt seit mehr als 40 Jahren im Wohnungsbau tätig und hat in Münster bereits denkmalgeschützte Bauten zu Wohnraum umgebaut. Als Beispiel nennt die Mitteilung den ehemaligen Schützenhofbunker an der Wörthstraße im Geistviertel. Für die Mannschaftsküche ist die Fertigstellung der insgesamt 34 Wohnungen im Jahr 2028 vorgesehen.

Quelle: City of Muenster Press Releases

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