Redaktion Vielohrsophen.de | Stand: 11. August 2026
Wer einen öffentlichen Baum vor der eigenen Haustür hat, kann während der anhaltenden Trockenheit direkt helfen: Die Stadt Ingolstadt bittet Anwohnerinnen und Anwohner, das Gehölz zusätzlich zu gießen. Empfohlen wird, nicht täglich kleine Mengen zu verteilen, sondern seltener ausreichend Wasser langsam auf die Baumscheibe zu geben.
Der Aufruf ergänzt den seit Mai laufenden Bewässerungseinsatz des Gartenamts Ingolstadt. Trotz fünf eingesetzter Fahrzeuge, teils im Zweischichtbetrieb, kann der gesamte städtische Baumbestand nicht zusätzlich versorgt werden.
Monatelange Trockenheit erreicht ältere Stadtbäume
Der seit mehreren Monaten ausbleibende Niederschlag setzt den öffentlichen Grünflächen zunehmend zu. Anfangs standen vor allem junge Bäume unter Druck, deren Wurzelsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Inzwischen zeigen die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit auch beim älteren Baumbestand Wirkung.
Besonders betroffen sind Gehölze an Standorten, an denen sich Hitze und Wassermangel stark bemerkbar machen. Gleichzeitig zeigen Rasen- und Wiesenflächen im Stadtgebiet deutliche Folgen der trockenen Witterung. Eine flächendeckende Bewässerung dieser Flächen ist nach Angaben der Stadt wegen des hohen Aufwands nicht möglich.

Fünf Fahrzeuge schaffen einen Durchgang in bis zu zehn Tagen
Das Gartenamt Ingolstadt bewässert die öffentlichen Grünflächen bereits seit Mai. Eigenes Personal und beauftragte Dienstleister sind dafür mit fünf Fahrzeugen unterwegs. Einige Teams arbeiten im Zweischichtbetrieb.
Ein vollständiger Bewässerungsdurchgang durch das Stadtgebiet dauert abhängig von der Route ungefähr eine bis eineinhalb Wochen. Vorrang haben Bäume, die in den vergangenen drei Jahren gepflanzt wurden. Hinzu kommen besonders wertvolle Gehölze und Bäume an stark belasteten Standorten.
Die meisten ausgewählten Bäume erhalten pro Bewässerungsgang rund 100 Liter Wasser. Wo es der Standort zulässt, setzt das Gartenamt außerdem Gießsäcke ein. Sie geben das Wasser über mehrere Stunden langsam und kontinuierlich an den Wurzelbereich ab.
So können Anwohner öffentliche Bäume wirksam unterstützen
Die zusätzliche Hilfe richtet sich an Menschen, vor deren Haus ein städtischer Baum steht. Das Wasser sollte langsam innerhalb der Baumscheibe ausgebracht werden, damit es dort ankommt, wo der Baum es aufnehmen kann. Die ausdrückliche Empfehlung der Stadt lautet: lieber seltener, dafür mit einer ausreichenden Wassermenge gießen.

Gerade während längerer Trockenperioden kann diese Unterstützung die Zeit zwischen zwei kommunalen Bewässerungsdurchgängen überbrücken. Sie ersetzt den Einsatz der Stadt nicht, erweitert aber die Versorgung dort, wo die begrenzten Kapazitäten des Gartenamts nicht für alle Bäume reichen.
Tillywiese und stark besuchte Beete haben Vorrang
Bei den Rasenflächen gibt es eine Ausnahme: Die stark genutzte Tillywiese im Klenzepark wird wegen der dort stattfindenden Veranstaltungen regelmäßig mit Donauwasser bewässert. Auch bei den saisonal wechselnden Blumenpflanzungen konzentriert sich die Bewässerung auf besonders intensiv genutzte und stark frequentierte Bereiche.
Deshalb können diese Pflanzungen 2026 nicht überall im gewohnten Umfang versorgt werden. Das Erscheinungsbild einzelner Flächen kann sich gegenüber früheren Jahren verändern.
Für die öffentlichen Grünflächen nutzt die Stadt überwiegend Grundwasser aus eigenen Entnahmestellen des Gartenamts sowie Wasser aus der Zisterne im Piuspark. Wasser aus Hydranten kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Quelle: City of Ingolstadt News
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Quellenprüfung Quellennachweis
Der Beitrag stützt sich auf die Mitteilung der Stadt Ingolstadt vom 11. August 2026 und trennt kommunale Maßnahmen klar von den erbetenen Beiträgen der Anwohner.
- Veröffentlichungsdatum und örtlicher Geltungsbereich wurden der städtischen Mitteilung ent...
- Fahrzeugzahl, Bewässerungsrhythmus und Wassermenge wurden mit den veröffentlichten Angaben...
- Die Hinweise für Anwohner wurden ohne zusätzliche, nicht belegte Gießregeln wiedergegeben.
- Ausnahmen für Tillywiese und Wechselflorbepflanzungen wurden gesondert ausgewiesen.
- Quelle
- Stadt Ingolstadt
- Umfang
- Ingolstadt
- Aktualisiert
- 2026-08-11 18:46
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