2026-08-16 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Eine rote Porsche-Skulptur vor dem Haus der Geschichte in Stuttgart bei Tageslicht.

Ausstellung „Fragt uns doch mal!“ in Stuttgart bis September

Ein „Verschwörungsgenerator“, persönliche Videoberichte und Eingriffe in bestehende Museumserzählungen: Die Ausstellung „Fragt uns doch mal! Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“ setzt nicht auf einen getrennten Rundgang, sondern verteilt ihre Inhalte auf elf Stationen der Dauerausstellung „Landesgeschichte(n)“.

Die Ausstellungsintervention ist vom 8. Februar bis 6. September 2026 im Haus der Geschichte in Stuttgart zu sehen. Der Eintritt ist im Dauerausstellungsticket enthalten. Für Besucherinnen und Besucher, die sich mit Antisemitismus und jüdischen Perspektiven im heutigen Deutschland beschäftigen möchten, verbindet sie historische Objekte mit gegenwärtigen Erfahrungen und offenen gesellschaftlichen Fragen.

Elf Stationen greifen in die Dauerausstellung ein

Die Stationen ergänzen, hinterfragen und kommentieren vorhandene Objekte und Geschichten des Museums. Dabei arbeiten sie mit Fakten, Einsprüchen und Wünschen. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die über die Präsentation historischer Exponate hinausgehen: Warum besteht Antisemitismus fort, wie erleben junge Jüdinnen und Juden ihren Alltag in Deutschland und was lässt sich gegen Judenfeindlichkeit tun?

Zu den ausdrücklich genannten Elementen gehört der „Verschwörungsgenerator“. Er soll sichtbar machen, wie antisemitische Verschwörungserzählungen funktionieren. In Videos sprechen jüdische Menschen zudem über Hoffnungen, Ängste und Enttäuschungen. Damit treten ihre Perspektiven unmittelbar neben die Objekte und Erzählungen der Dauerausstellung.

Ausstellung „Fragt uns doch mal!“ in Stuttgart bis September

Die Intervention nimmt auch die Arbeit des Museums selbst in den Blick. Sie stellt die Frage, ob antisemitische Bilder gezeigt werden müssen, um sie kritisch zu untersuchen, oder ob ihre Präsentation hasserfüllte Vorurteile verfestigen kann. Eine einfache Antwort gibt der Veranstaltungshinweis darauf nicht vor; die elf Stationen sind als Einwände, Ergänzungen und Kommentare angelegt.

Projektteam und Community-Kuratorinnen entwickelten das Konzept

Erarbeitet wurde die Intervention von einem Projektteam des Hauses der Geschichte gemeinsam mit Community-Kuratorinnen und Community-Kuratoren. Unterstützt wurde die Arbeit durch ein Expertinnen- und Expertenboard aus den Bereichen Forschung, Bildung, Beratung und antisemitismuskritische Vermittlung.

Als Veranstalter nennt der Stuttgarter Veranstaltungskalender das Haus der Geschichte. Die Schau läuft bis einschließlich 6. September 2026; ein gesonderter Eintritt wird nicht genannt, da der Besuch im Dauerausstellungsticket enthalten ist. Eine Uhrzeit sowie Angaben zu Buchung, Anreise und Barrierefreiheit enthält der vorliegende Veranstaltungshinweis nicht.

Quelle: Stuttgart Tourismus Veranstaltungskalender

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten