Mehr als 2.500 Menschen standen am Samstagabend vor der Bühne an der Kleppingstraße, als Megaloh das MICRO!FESTIVAL 2026 abschloss. Viele waren nach Angaben der Stadt eigens aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens angereist. Der Rapper, seit mehr als zwei Jahrzehnten Teil der deutschen Hip-Hop-Szene, traf mit seinen gesellschaftlich positionierten Texten auf ein Publikum, das zahlreiche Zeilen mitsingen konnte.
Damit endeten zwei Festivaltage, an denen sich mehrere Plätze der Dortmunder Innenstadt in offene Bühnen verwandelten. Am 7. und 8. August präsentierten 26 Künstlerinnen, Künstler und Gruppen aus 15 Ländern insgesamt 39 Konzerte und Theater-Performances. Fast 20.000 Menschen aus Dortmund und der Umgebung besuchten das kostenlose Programm bei bestem Wetter.
Vier Plätze wurden zu Bühnen unter freiem Himmel
Das internationale Festival für Straßentheater und Global Sounds bespielte erneut den Alten Markt, die Kleppingstraße und den Reinoldikirchplatz. Erstmals kam der Platz von Leeds als Schauplatz für Akrobatik hinzu. Dort fanden am Samstag Darbietungen in großer Höhe statt, die sich nach Darstellung der Veranstalter zu einem unerwarteten Publikumserfolg entwickelten.
Die dezentrale Aufteilung prägte das Erlebnis in der Innenstadt: Zwischen Konzerten, Tanz, Zirkus und Akrobatik konnten Besucherinnen und Besucher von Spielort zu Spielort wechseln. Der freie Eintritt hielt die Schwelle niedrig und machte das Programm für Menschen unterschiedlichen Alters zugänglich.
Megaloh und Sorvina prägen die Kleppingstraße
Neben dem stark besuchten Abschlusskonzert von Megaloh sorgte die New Yorker Künstlerin Sorvina für eine der auffälligsten Szenen des Wochenendes. Ihre Bühnenpräsenz und gesellschaftskritischen Texte lösten in der Kleppingstraße nach Angaben der Stadt vermutlich das erste offizielle Moshpit in der Geschichte des Festivals aus.
Die kolumbianische Formation Killabeatmaker setzte an derselben Spielstätte auf tanzbare Rhythmen und eine energiegeladene Performance. So verband das Programm bekannte Namen mit internationalen Entdeckungen, ohne die musikalische Auswahl auf ein einzelnes Genre zu begrenzen.

Mehr als 1.500 Menschen feiern am Alten Markt
Auf dem Alten Markt verband Critical-Mess Jonglage, Tanz und zeitgenössische Zirkusperformance. Zuvor brachte das Tanzorchester Schmidt mit Musik und einer inklusiven Bühnenshow Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Zum Abschluss verfolgten mehr als 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauer das Programm auf dem Platz.
Auch TAIGA, ein Elektronik-Duo aus der Inneren Mongolei, gewann spontan ein großes Publikum. Viele Passanten kamen zunächst nur zum Schauen; fast 800 Menschen blieben schließlich für den Auftritt. Bis spät in die Nacht setzte sich das Festival bei einer Aftershowparty im BASEOLOGY mit drei DJs fort.
Biennaler Rhythmus soll das künstlerische Niveau sichern
Das MICRO!FESTIVAL wird seit mehr als 30 Jahren vom Kulturbüro Dortmund organisiert. Früher konzentrierte sich das Geschehen auf den Friedensplatz, inzwischen verteilt sich das Programm auf mehrere Orte im Zentrum. Dadurch entstehen parallel unterschiedliche Atmosphären – vom dicht gefüllten Konzertbereich bis zur hoch gelegenen Akrobatikbühne.
Seit 2024 findet das Festival nur noch alle zwei Jahre statt. Mit der Umstellung reagierten die Veranstalter auf steigende Kosten und wollen zugleich das künstlerische Niveau erhalten. Die Ausgabe 2026 war die erste Rückkehr nach Einführung dieses biennalen Rhythmus.
Quelle: City of Dortmund Press Releases
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Quellenprüfung Quellennachweis
Der Bericht stützt sich auf die veröffentlichte Festivalbilanz der Stadt Dortmund und trennt Besucherzahlen, Programmdaten und historischen Kontext.
- Festivaldatum und biennaler Rhythmus wurden mit der städtischen Mitteilung abgeglichen.
- Die Angaben zu 39 Auftritten, 26 beteiligten Acts und 15 Ländern wurden übernommen.
- Die genannten Publikumszahlen wurden den jeweiligen Spielorten und Auftritten zugeordnet.
- Künstlernamen und Veranstaltungsorte wurden anhand des Ausgangstextes geprüft.
- Quelle
- Stadt Dortmund – Pressemitteilungen
- Umfang
- Dortmund
- Aktualisiert
- 2026-08-11 18:43
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