Am Sonntag, den 13. September 2026, öffnet Potsdam seine Türen für den diesjährigen Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ laden 60 historische Standorte dazu ein, die technischen und sozialen Verbindungen zu erkunden, die das Stadtbild über Jahrhunderte geprägt haben. Der Aktionstag bietet eine seltene Gelegenheit, Gebäude und Areale zu besichtigen, die für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind.
Auftakt in der Villa Ingenheim
Die offizielle Eröffnung findet um 10 Uhr im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in der Zeppelinstraße 127-128 statt. Die Villa Ingenheim steht dabei im Zentrum des Interesses: Das Anwesen blickt auf eine über 700-jährige Geschichte zurück, die von der mittelalterlichen Ziegelei über den herrschaftlichen Wohnsitz der Hohenzollern bis hin zur Nutzung als sowjetisches Verhörzentrum und militärisches Forschungszentrum reicht. Besucher können an Führungen durch den Park und das Gelände teilnehmen, die um 11:30 Uhr und 13:30 Uhr angeboten werden. Musikalisch wird die Eröffnung durch das Reasonance Orchester begleitet.
Fokus auf technische Infrastruktur
Das diesjährige Motto „NetzWERKE“ rückt besonders die technische Baugeschichte in den Vordergrund. Die Stadtverwaltung betont, dass Denkmale nur durch aktive Nutzung und öffentliche Teilhabe lebendig bleiben. Zu den Highlights zählen:

- Wissenschaftsgeschichte: Der Telegrafenberg öffnet den Großen Refraktor für Besucher (10 bis 18 Uhr) und präsentiert historische Kommunikationstechnik an der Station 4 des Optischen Telegraphen.
- Verkehrsgeschichte: Historische Bahnhöfe wie der Bahnhof Potsdam Charlottenhof und der Bahnhof Satzkorn dokumentieren die Entwicklung der brandenburgischen Schienenwege.
- Grenzerfahrungen: Der Kontrollturm der ehemaligen Grenzübergangsstelle Nedlitz bietet stündliche Führungen an, die Einblicke in die jüngere deutsche Teilungsgeschichte gewähren.
Unterwegs zu den Denkmälern
Um den thematischen Brückenschlag zwischen den Standorten erlebbar zu machen, stehen historische Verkehrsmittel bereit. Die Miniaturfregatte „Royal Louise“ legt um 12 Uhr und 15 Uhr an der Glienicker Brücke ab. Zudem verkehrt der historische Lindner-Motorwagen Nr. 9 aus dem Jahr 1907 auf der Strecke zwischen dem Platz der Einheit und der Glienicker Brücke.
Praktische Hinweise für Ihren Besuch
Für eine effiziente Planung Ihres Besuchs empfiehlt es sich, die offizielle Programmsuche der Landeshauptstadt Potsdam zu nutzen. Dort finden Sie das vollständige Verzeichnis aller 60 Standorte inklusive spezifischer Öffnungszeiten und barrierefreier Zugänge. Da einige Führungen an begrenzte Kapazitäten gebunden sind, sollten Sie sich vorab auf der städtischen Webseite über mögliche Anmeldepflichten informieren. Die Teilnahme am Tag des offenen Denkmals ist eine Einladung, die Identität Potsdams durch die bewusste Auseinandersetzung mit seiner baulichen Infrastruktur neu zu entdecken.
Quelle: State Capital Potsdam Press Releases
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Redaktionelle Transparenz
Die Informationen basieren auf der offiziellen Pressemitteilung der Landeshauptstadt Potsdam zum Tag des offenen Denkmals 2026.
- Abgleich der Veranstaltungsdaten mit der offiziellen Mitteilung Nr. 410
- Verifizierung der genannten historischen Stätten und Akteure
- Quelle
- Landeshauptstadt Potsdam
- Umfang
- Potsdam
- Aktualisiert
- 2026-09-12 07:41
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