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Modernes Schulgebäude mit heller Treppenanlage und freundlicher Architektur in Pforzheim

Pforzheims Schulen bekommen mehr Raum zum Lernen

Von der Redaktion Vielohrsophen.de | 4. August 2026

Bis zu 44 Millionen Euro können bis Ende 2034 in Pforzheims Schulen fließen. Das Startchancen-Programm von Bund und Ländern erreicht 25 der 36 städtischen Schulen – damit profitieren knapp sieben von zehn Standorten von zusätzlichen Investitionen, pädagogischen Angeboten und möglichem Fachpersonal.

Die Summe ist allerdings kein bereits feststehender Auszahlungsbetrag. Wie viel tatsächlich investiert wird und welche Maßnahmen an den einzelnen Schulen umgesetzt werden, hängt von der laufenden Bedarfsermittlung und der anschließenden Priorisierung ab. Die Stadt veröffentlichte den aktuellen Stand am 3. August 2026.

25 Schulen aus mehreren Schularten profitieren

Ausgewählt wurden Grundschulen, eine Gemeinschaftsschule, Werkrealschulen, Realschulen und berufliche Schulen. Eine vollständige Liste aller 25 Standorte enthält die städtische Mitteilung nicht. Genannt werden jedoch erste Projekte an der Brötzinger Schule und der Alfons-Kern-Schule.

Das Programm richtet sich bundesweit an Schulen mit einem hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Die Länder wählten die Standorte nach wissenschaftlichen Kriterien auf Basis eines Sozialindex aus. Insgesamt nehmen 4.000 Schulen teil; Bund und Länder stellen über zehn Jahre rund 20 Milliarden Euro bereit.

Klassenräume, Schulhöfe und zusätzliche Unterstützung

In Pforzheim können Klassenräume modernisiert, Schulhöfe umgestaltet sowie Multifunktions- und Berufsorientierungsräume eingerichtet werden. Auch eine zeitgemäße Ausstattung der Lernräume gehört zu den förderfähigen Vorhaben.

Daneben erhalten die ausgewählten Schulen jährlich ein Chancenbudget. Über dessen Einsatz für fachliche und pädagogische Angebote können sie eigenverantwortlich entscheiden. Das Programm ermöglicht außerdem zusätzliches Personal, darunter pädagogische Assistenzen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie weitere Fachkräfte für Lernbegleitung und Beratung.

Pforzheims Schulen bekommen mehr Raum zum Lernen

Nach Angaben von Bildungsdezernent Frank Fillbrunn soll jede aufgenommene Schule mindestens eine Investitionsmaßnahme erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Standort denselben Betrag oder identische Ausstattung bekommt: Entscheidend sollen die jeweiligen Bedingungen und Bedarfe vor Ort sein.

So verteilen sich die bis zu 44 Millionen Euro

Die Finanzierung folgt einem festen Verhältnis. 70 Prozent kommen aus Fördermitteln von Bund und Land, 30 Prozent muss Pforzheim als städtischen Eigenanteil tragen.

Finanzierungsbaustein Anteil und rechnerischer Höchstbetrag
Fördermittel von Bund und Land 70 Prozent – bis zu 30,8 Millionen Euro
Eigenanteil der Stadt Pforzheim 30 Prozent – bis zu 13,2 Millionen Euro
Mögliches Gesamtvolumen 100 Prozent – bis zu 44 Millionen Euro

Die Beträge von 30,8 und 13,2 Millionen Euro ergeben sich rechnerisch, falls das mögliche Gesamtvolumen vollständig ausgeschöpft wird. Oberbürgermeister Peter Boch kündigte an, die verfügbaren Fördermittel möglichst umfassend zu nutzen. Konkrete Budgets für einzelne Schulen wurden bislang nicht genannt.

Erste Projekte laufen, größere Umbauten ab 2027

Ein Berufsorientierungsraum an der Brötzinger Schule und ein Selbstlernzentrum an der Alfons-Kern-Schule zählen laut Stadt zu den bereits abgeschlossenen Vorhaben. An weiteren Standorten wurden Klassenräume für differenziertes Lernen ausgestattet; zusätzliche Projekte befinden sich in der Umsetzung.

Das Amt für Bildung und Sport erfasst gemeinsam mit den Schulen den weiteren Bedarf. In der Mitteilung vom 3. August heißt es, die Anforderungen sollten mit Beginn der Sommerferien konkretisiert und danach priorisiert werden. Größere Bauvorhaben – etwa neu gestaltete Außenbereiche oder Umbauten im Schulinneren – sollen nach Abschluss dieser Analyse geplant und ab 2027 umgesetzt werden.

Amtsleiterin Claudia Schlütter zufolge werden die Gegebenheiten jedes Standorts in Gesprächen mit den Schulen geprüft. Welche weiteren Infrastrukturmaßnahmen daraus entstehen, will die Stadtverwaltung in den kommenden Monaten vorstellen; für die Umsetzung bleibt Zeit bis Ende 2034.

Quelle: City of Pforzheim Press Releases

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