2026-07-31 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Eine Hand wirft einen leeren weißen Wahlzettel in eine graue Wahlurne aus Kunststoff.

Oldenburg: Briefwahl lässt sich vor der Wahlpost beantragen

Rund 137.000 Menschen in Oldenburg entscheiden am Sonntag, 13. September 2026, über die künftige Zusammensetzung des Stadtrates und die Besetzung des Oberbürgermeisteramtes. Noch bevor die Wahlbenachrichtigungen zugestellt werden, können Wahlberechtigte ab Freitag, 7. August, ihre Briefwahlunterlagen online beantragen. Zugleich sucht die Stadt weiterhin Helferinnen und Helfer für den Wahltag und eine mögliche Stichwahl.

Die Angaben stammen aus einer Pressemitteilung der Stadt Oldenburg vom 31. Juli 2026. Nach der Zulassung der Wahlvorschläge läuft nun die organisatorische Vorbereitung mit der Erstellung der Stimmzettel, des Wählerverzeichnisses und der Wahlbenachrichtigungen.

383 Ratsbewerber und neun Kandidaturen für das Rathaus

Für die 50 Sitze im Rat der Stadt treten insgesamt 383 Kandidatinnen und Kandidaten in sechs Wahlbereichen an. Bei der zeitgleich stattfindenden Oberbürgermeisterwahl stehen neun Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl.

Oldenburg: Briefwahl lässt sich vor der Wahlpost beantragen

Erhält bei der Oberbürgermeisterwahl niemand die erforderliche Mehrheit, ist für Sonntag, 27. September, eine Stichwahl vorgesehen. Wahlhelfende sollten deshalb bei ihrer Planung berücksichtigen, dass möglicherweise ein zweiter Einsatztermin folgt.

Diese Termine gelten für Wahlpost und Briefwahl

  • 7. August: Online-Anträge auf Briefwahlunterlagen sind möglich.
  • 10. bis 21. August: Die Citipost stellt die Wahlbenachrichtigungen zu.
  • 14. August: Das Wahlbüro am Pferdemarkt öffnet für Briefwahlanträge vor Ort.
  • 13. September: Stadtrats- und Oberbürgermeisterwahl in Oldenburg.
  • 27. September: Möglicher Termin für die Stichwahl zum Oberbürgermeisteramt.

Nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung führt der darin enthaltene QR-Code zum Briefwahlantrag. Der Antrag ist auch ohne diesen Code über das städtische Briefwahlangebot möglich. Ab dem 14. August können Bürgerinnen und Bürger ihre Unterlagen außerdem im Wahlbüro am Pferdemarkt beantragen, dort unmittelbar ausfüllen und wieder abgeben.

Oldenburg: Briefwahl lässt sich vor der Wahlpost beantragen

Wer in das Wählerverzeichnis aufgenommen wird

Das Wählerverzeichnis wird zum Stichtag 31. Juli aus dem Einwohnermelderegister erstellt. Die Eintragung erfolgt grundsätzlich automatisch, wenn die Anmeldung bei der Meldebehörde ordnungsgemäß vorgenommen wurde und alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wahlberechtigt sind Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit oder der Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates. Sie müssen am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sein und seit wenigstens drei Monaten ihren ersten Wohnsitz in Oldenburg haben. Die Wahlbenachrichtigung zeigt den Betroffenen, dass sie im Verzeichnis geführt werden, und enthält Angaben zum zuständigen Wahllokal.

Oldenburg: Briefwahl lässt sich vor der Wahlpost beantragen

Beiratswahl folgt am 22. November

Der Wahlbenachrichtigung liegt diesmal zusätzlich eine Information zur Wahl des Beirats für Menschen mit Behinderungen bei. Diese gesonderte Wahl findet am 22. November 2026 statt.

Wahlberechtigt sind in Oldenburg gemeldete Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50, sofern sie nicht gerichtlich vom Wahlrecht ausgeschlossen wurden. Ab 16 Jahren können Betroffene selbst wählen; bei jüngeren Personen sind die Eltern oder gesetzlichen Vertreter wahlberechtigt. Der Beirat vertritt die Belange von Menschen mit Behinderungen und bringt sie über die Ratsausschüsse in die politische Beratung ein.

Je Wahltag werden rund 1.100 Helfende gebraucht

Für den 13. September und eine mögliche Stichwahl am 27. September benötigt die Stadt jeweils rund 1.100 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. In 91 Urnenwahllokalen unterstützen sie den Ablauf und zählen nach der Schließung gemeinsam mit den Teams aus 42 Briefwahllokalen die Stimmen aus.

Besonders gesucht werden verlässliche Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher sowie deren Stellvertretungen. Für diese Funktionen zahlt Oldenburg ein erhöhtes Erfrischungsgeld von 100 Euro. Stadtwahlleiterin Dr. Julia Figura bezeichnet das Engagement der Wahlhelfenden als unverzichtbaren Beitrag zur Demokratie. Bewerbungen sind direkt online über den Bereich Wahlhilfe im Stadtportal möglich.

Quelle: City of Oldenburg Press Releases

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