2026-07-29 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Buntes Kunstobjekt mit Bus und Van vor der historischen Fassade der Kunsthalle Bremen.

60 Werke: Bremer Künstlerinnen in der Kunsthalle

In der Kunsthalle Bremen stehen vom 22. Juli bis 8. November 2026 Zeichnungen von Bremer Künstlerinnen im Mittelpunkt. Die Ausstellung „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“ zeigt 60 Werke aus dem Kupferstichkabinett. Zu sehen ist sie in der Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, 28195 Bremen. Der Besuch ist für alle interessant, die sich mit Bremer Kunst, Zeichnung und den historischen Verbindungen zwischen Künstlerinnen in Bremen und dem Umland beschäftigen möchten. Angaben zu Eintrittspreisen, Buchung und Öffnungszeiten sind in den vorliegenden Informationen nicht ausgewiesen.

60 Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett

Die Ausstellung entstand aus dem Forschungsprojekt „Handzeichnungen HB“. Dabei wurde die Zeichnungssammlung der Kunsthalle Bremen genauer untersucht. Nach Angaben der Kunsthalle bewahrt das Kupferstichkabinett im Verhältnis zum männlich geprägten Gesamtbestand überdurchschnittlich viele Zeichnungen von Bremer Künstlerinnen.

Die Auswahl umfasst unterschiedliche Techniken und Arbeitsweisen: feingliedrige Bleistiftzeichnungen, fließende Aquarelle und energische Kohleskizzen. Die 60 Arbeiten machen damit nicht nur einzelne Werke sichtbar, sondern zeigen auch die Bandbreite der künstlerischen Auseinandersetzung auf Papier.

Wie Netzwerke Ausbildung und Arbeit ermöglichten

Ein Schwerpunkt der Schau liegt auf den Verbindungslinien zwischen den Künstlerinnen. Bis 1919 durften Frauen nicht an staatlichen Kunstakademien studieren. Ihre Ausbildungsmöglichkeiten waren dadurch erheblich eingeschränkt. In Bremen organisierten sich Künstlerinnen unter anderem im 1899 gegründeten Bremer Malerinnenverband. Ab 1928 traten einige dem Verband GEDOK bei, dessen Name für „Gemeinschaft deutscher und oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen“ steht.

Die Ausstellung zeigt, wie wichtig außerdem die Künstlerorte im Bremer Umland waren. In Worpswede, Fischerhude und Dötlingen lebten Künstlerinnen und Künstler Tür an Tür. Dort unterrichteten sie die nachfolgende Generation im Malen und Zeichnen – bewusst außerhalb der staatlichen Akademien. Aus diesen Verbindungen entwickelten sich Künstlerdynastien wie die Familien Modersohn, Plump und Breling. Bekanntschaften in den Künstlerorten und bei der GEDOK führten zudem zu engen Freundschaften.

Termine, Ort und weitere Informationen

Die Ausstellung „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“ ist vom 22.07. bis 08.11.2026 in der Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, 28195 Bremen, zu sehen. Ein Beginn- oder Endzeitpunkt für den Besuch sowie Angaben zu Eintrittspreisen und einer erforderlichen Buchung liegen nicht vor. Wer den Forschungsbestand über die Ausstellung hinaus nachvollziehen möchte, kann laut Kunsthalle Bremen sämtliche Werke aus dem Projekt „Handzeichnungen HB“ im Online-Katalog auf der Website der Kunsthalle aufrufen.

Quelle: Kunsthalle Bremen – Ausstellungen

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